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31.05.12

Mit Minox-Wildkameras Rothirsch und Luchs auf der Spur

Thorsten Kortemeier (rechts), Rolf Becker (links)

Die Minox GmbH (Wetzlar) hat dem Landesjagdverband Hessen (LJV) Minox-Wildkameras im Wert von rund 2000 Euro für die wildbiologische Forschung gespendet. Der Geschäftsführer dieser traditionsreichen optischen und feinmechanischen Werke, Thorsten Kortemeier, übergab dem LJV-Referenten für Naturschutz und Wildbiologie, Rolf W. Becker, an einem Wilddurchlass einer osthessischen Autobahn symbolisch eine der Kameras der Baureihe DTC 500. Mit Hilfe dieser automatischen „Fotofallen“ will der Jagdverband klären, welche Wildarten und anderen Tiere Autobahndurchlässe überhaupt passieren.

„Dabei stehen vor allem wandernde Arten wie Rothirsch und Luchs im Blickpunkt, für die stark frequentierte Fernstraßen ein unüberwindliches Hindernis bilden“, sagte Becker. Dies unterbinde beispielsweise beim Rotwild den großräumigen Austausch des Erbguts, verursache Inzucht und könne langfristig zum Aussterben isolierter Populationen führen. Zudem verhinderten vor allem Autobahnen als tödliche Barriere die weitere Ausbreitung des Luchses. Durchlässe und Wildbrücken sollen diese Fernstraßen für die Wildtiere „durchlässig“ machen. „Es ist aber noch fraglich, ob die tunnelartigen Durchlässe von diesen Tierarten überhaupt akzeptiert werden,“ betonte Becker. Dies solle mit Hilfe der Minox-Wildkameras geklärt werden. Die im Vergleich zu Durchlässen wesentlich teureren Wildbrücken, die mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt werden und über die Autobahnen hinweg führen, würden hingegen erfahrungsgemäß von Rotwild und Luchs angenommen.

„Die gesamte Minox-Jagdoptik dient nicht zuletzt einer tierschutzgerechten Jagdausübung“, betonte Geschäftsführer Kortemeier bei der Übergabe der Wildkameras. Das Unternehmen engagiere sich wie Jäger und andere Naturschützer für die freilebenden Tiere und den Erhalt der Artenvielfalt und stelle deshalb die Wildkameras gerne zur Verfügung. „Als hessischem Unternehmen, das zudem in der deutschen Optik-Metropole Wetzlar zuhause ist, liegt uns natürlich die Förderung der wildbiologischen Forschung in unserem Bundesland besonders am Herzen“, sagte der Minox-Geschäftsführer. „Zumal die meisten Minox-Führungskräfte selbst Jäger sind.“ Dass Unternehmen produziert neben seinen weltberühmten Kameras – darunter auch die „Spionage-Minox“ – die gesamte Palette der Jagdoptik.

Die von ihren Maßen kleine und damit unauffällige Wildkamera Minox DTC 500 verfügt über eine Auflösung von acht Megapixel, einen internen 2,5 Zoll Monitor zur Bildbetrachtung vor Ort, eine kurze Auslöseverzögerung von einer Sekunde sowie über einen starken, unsichtbaren Infrarotblitz mit einer Reichweite von bis zu 15 Metern. Neben Einzelfotos sind Videoaufnahmen von 10 bis 60 Sekunden möglich. Die Batterielebensdauer beträgt mehr als sechs Monate. Das wetterbeständige Kunststoffgehäuse ist besonders gegen das Eindringen von Wasser und Staub geschützt. Die Minox DTC 500 wird inklusive Befestigungsgurt, USB- und TV-Kabel geliefert.