News

28.02.13

Industrienetzwerk „Wetzlar Network“ - Eine Lobby für die „Hauptstadt der Optik“

Gute Nachricht für den Optikstandort Wetzlar. Das Industrienetzwerk der optisch-feinmechanischen Industrie „Wetzlar Network“ wird für weitere drei Jahre aus Mitteln der Europäischen Union gefördert. Das gab der Vorsitzende des Vereins Wetzlar Network, Minox-Geschäftsführer Thorsten Kortemeier, am 26. Februar im Wetzlarer Rathaus bekannt. Der Zusammenschluss von rund zwei Dutzend Unternehmen der optisch-feinmechanischen Industrie wurde vor drei Jahren gegründet und erhielt eine Anschubfinanzierung der EU in Höhe von 350.000 Euro. Auch die Stadt Wetzlar gehört dem Netzwerk an und ist im Vorstand mit ihrem Wirtschaftsdezernenten Harald Semler (FW) vertreten. In der „Verstetigungsphase“ von 2013 bis 2015 werde das Netzwerk mit weiteren 35 Prozent des Gesamtetats von 700.000 Euro ( = 245.000 Euro) von der EU gefördert. Danach müsse man die Finanzierung aus eigener Kraft sicherstellen. Kortemeier zog eine positive Bilanz der bisherigen Arbeit des Netzwerks. Man habe in der Startphase ein professionelles Angebot an Online- und Printmedien geschaffen. So werde ein eigenes Branchemagazin „W 3+“ herausgegeben, das zweimal jährlich bewusst zweisprachig in einer Auflage von 5.000 Exemplaren erscheine und auch international die Unternehmensvielfalt der Optikregion bekanntmache. Auch bei Facebook sei das Netzwerk vertreten.

Rund 70 Unternehmen im feinmechanisch-optischen Bereich seien in Mittelhessen ansässig, darunter zahlreiche mittelständische Betriebe. Das Netzwerk knüpfe eine 160-jährige Tradition der Region als Standort für Feinmechanik und Optik an.
Ein wichtiges Thema des Netzwerkes sei die Gewinnung von Fachkräfte-Nachwuchs. Die Region verfüge über ein einzigartiges Angebot von Fachpersonal und biete für Studienabsolventen aus ganz Deutschland langfristige Perspektiven. Das Arbeitsplatzangebot sei so vielfältig, dass man auch bei einem Jobwechsel seinen Wohnort nicht wechseln müsse. Auch arbeite „Wetzlar Network“ eng mit den Hochschulen in Mittelhessen zusammen, damit Studienabsolventen in der Region blieben. So würden regelmäßig „Industriegespräche“ für Physikstudenten der Justus-Liebig-Universität Gießen durchgeführt, die auch als Kontaktbörse zu Unternehmen dienten.
Auf großes Interesse sei eine Veranstaltung zum Thema Patenrecht gestoßen. Künftig werde es einen regelmäßigen Stammtisch zu diesem Thema mit Juristen geben. Auch die Unternehmergespräche und Besichtigungen hätten sich bewährt. Als regionales Branchennetzwerk mit seinen kurzen Wegen könne „Wetzlar Network“ insbesondere für mittelständische Unternehmen größere Vorteile bieten als ein bundesweiter Verband.

Erstmals Messe für Optik, Mechanik und Elektronik in Wetzlar

Im Februar 2014 soll es in der Wetzlarer Rittal-Arena eine besondere Premiere geben. Dann findet die zweitägige Messe „W 3+ Fair“ statt, die erstmals die drei Branchen Optik, Elektronik und Mechanik unter einem Dach vereint. Die Messe soll künftig jährlich stattfinden und über die Grenzen Hessens und Deutschlands hinaus ausstrahlen. Im Ausstellungsbereich soll die gesamte Wertschöpfungskette im Bereich der Optik abgebildet werden. Auch neue Veranstaltungsformen wie eine Wissenschaftslounge seien geplant. In einigen Unternehmen seien zudem Besichtigungen und Exkursionen vorgesehen. Das alles soll auch zum Standortmarketing für Wetzlar als „Hauptstadt der Optik und Feinmechanik“ beitragen.

Kontakt: Wetzlar Network, Ralf Niggemann, Neues Rathaus Wetzlar, Ernst-Leitz-Straße 30, 35578 Wetzlar, Tel. 06441-99-8042, ralf.niggemann@wetzlar.de, www.wetzlar-network.de

Foto: Zukunft des Wetzlar Network gesichert: v.l. vorne: Wirtschaftsdezernent Harald Semler, Vorsitzender Thorsten Kortemeier; hinten: Netzwerkmanager Ralf Niggemann, Wirtschaftsförderer Rainer Dietrich.