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19.02.15

MINOX-Museum sogar im fernen Japan bekannt

Für diesen Anblick sind sie über 9000 Kilometer Luftlinie von Tokyo nach Hemer gereist: Shigeo Mizukawa und Yasuhisa Maekawa lauschen gebannt den Geschichten über die winzigen MINOX-Kameras, halten jedes Exponat begeistert auf Fotos fest. Die beiden Vorstandsmitglieder des japanischen MINOX-Clubs waren am Wochenende die bislang am weitesten angereisten Besucher des Deutschen MINOX-Museums.

Geschichten zu den einzelnen Exponaten

Dass sein Wohnhaus an der Frönsberger Straße einmal so international bekannt wird, damit hätte Reinhard Lörz wohl nie gerechnet. Vor zwei Jahren hat er seine Privatsammlung mit 172 Kameras und ungezählten Exponaten rund um MINOX der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und auf 80 Quadratmetern das Deutsche MINOX-Museum eröffnet. Seither kamen über 300 Besucher. „Ich hatte schon viele Gäste, aber so weit angereiste noch nicht“, freute sich Reinhard Lörz, dass seine Sammlung und die Stadt Hemer nun auch in Japan bekannt werden.

Auf das Hemeraner Museum wurden die Japaner durch Kontakte zum Deutschen MINOX-Club aufmerksam. Dessen Vorsitzender und Buchautor Hubert E. Heckmann begleitet die Gäste auf ihrer Deutschlandreise. Erstes Ziel war am Freitag die MINOX-Ausstellung im Spionagemuseum Oberhausen. In 26 Vitrinen zeigt der Club dort die Geschichte der Geheimkamera. Am Samstag ging es dann weiter nach Hemer, um noch intensiver in das große Hobby einzutauchen.

Reinhard Lörz präsentierte nicht nur die zahlreichen Exponate, sondern auch die Geschichten dazu. Die MINOX war nicht nur Handwerkszeug der Agenten, sondern auch die Lieblingskamera der gekrönten Häupter wie zum Beispiel Königin Elizabeth. Auch bei tragischen Ereignissen der Geschichte kam die Kamera zum Einsatz, so beim Grubenunglück von Lengede. Die beiden deutsch sprechenden Japaner waren von den Schilderungen hellauf begeistert. Die Faszination für die MINOX begründet Yasuhisa Maekawa so: „Geschichte, Technik und das zeitlose Design bilden eine Einheit. Es ist unglaublich“.

Willkommensgruß nunauch auf Japanisch

Die Begeisterung könnte im 1972 gegründeten japanischen Club ansteckend sein. Reinhard Lörz ist für weitere Besucher bestens gerüstet. Das auf einer Wand in verschiedenen Sprachen geschriebene „Willkommen!“ haben die Gäste um die japanischen Schriftzeichen ergänzt.

Quelle: www.derwesten.de/staedte/hemer/minox-museum-sogar-im-fernen-japan-bekannt-id10351106.html