Anwenderberichte

14.05.14

Die MINOX DTC 1000 getestet

Das neue „Flaggschiff“ von MINOX in Sachen Wildkameras ist die DTC 1000 mit einem MMS/GPRS Bildversand. Die Kamera ist recht groß gebaut und kann so auch 12 AA Batterien aufnehmen. Das Menü der Wildkamera ist in Deutsch und sehr übersichtlich und leicht zu bedienen. Wir haben die MINOX DTC umfangreich getestet.

Ein Selbsterklärendes Menü erleichtert die Wildkamera Einstellungen

Das für die GPRS Einstellungen benötigte Tool, lässt sich von der Kamera auf die SD Karte speichern. Damit lassen sich auf dem PC alle Daten, wie eMail, Adresse etc. eintragen und wieder auf die SD Karte speichern. Die Datei wird nach einstecken in den Kartenslot von der Kamera abgespeichert. Nach dem Einschalten der Kamera sucht sie erst nach dem Netz des jeweiligen Anbieters, danach lassen sich die weitere Einstellungen vornehmen.

Die ersten Einstellungen hatte ich in 15 Minuten vorgenommen, so selbsterklärend war das Menü. Die DTC 1000 bietet einem zwei verschiedene Bildfelder an. Ein „normales“, welches Fotos bis zu einer Auflösung von 8MP aufzeichnen kann und ein „großes“, welches einem ermöglicht, Fotos mit einer Auflösung von 6MP zu machen. Die 48 Black LEDs sorgen auch in der Nacht und bei sehr schlechten Lichtbedingungen für eine gute Ausleuchtung. Da die Wildkamera die Videos nicht schicken konnte, habe ich sie hauptsächlich im „Fotomodus“ gelassen. Nachdem die Kamera am ersten Einsatzort keinen Empfang hatte, installierte ich sie an meinem Dachsbau.

Top Bilder der Wildkamera am Tag – Nachts immer noch gut

Standardmäßig stelle ich die Wildkameras immer auf Serienbilder, da ich mir die Fotos per eMail schicken lasse, gibt es da eigentlich keine Begrenzung. Die Kamera schickt immer nur das erste Bild einer Serie und leider nicht jeder Serie. Ich konnte bis zum Schluss nicht herausfinden nach welchem Muster die Bilder geschickt werden. Manchmal bekam ich jedes erste Bild einer Serie, manchmal bekam ich auch mal 20 Bilder nicht. Jedenfalls schien sie die erste Auslösung des Tages immer zu schicken, die ja im Grunde die Wichtigste ist. Im Großen und Ganzen war ich mit der Leistung der Kamera allerdings sehr zufrieden. Ich bekam jeden Tag zuverlässig Fotos geschickt, manchmal 50 Stück am Abend.

Nach vier Wochen mussten die Batterien gewechselt werden, dass konnte man schon an der Ausleuchtung der Nacht-Fotos erkennen. Die 48 Black LEDs machten einen guten Job und leuchteten einen Bereich von ca. 10m gut aus. Die Qualität der Nacht-Fotos war leider nicht ganz so gut wie ich gehofft hatte, aber akzeptabel.

Videos nach kleinen Macken sehr gut

Nachdem ich den Fotomodus ausgiebig getestet hatte war ich auf den Videomodus gespannt. Die Kamera kann HD Videos mit Ton und einer Länge von 60 Sekunden aufzeichnen. Genau das wollte ich testen. Frische Batterien sollten eine reibungslose Arbeit der Wildkamera garantieren, da der Videomodus immer den meisten Strom verbraucht. Nach 4 Tagen kontrollierte ich die Kamera. Die Videos, die Aufgezeichnet wurden waren von überzeugender Qualität. Später gab es einige kleine Macken, doch mit gezielteren Einstellungen lassen sich diese vermeiden.  Alles in allem eine überzeugende Wildkamera mit hervorragender Bildqualität am Tag und guter Bildqualität in der Nacht. Ein wahres Flaggschiff!


Eike M.