Anwenderbericht

24.06.11

MINOX BN 7x50 DC getestet auf der BHF-Bank-Cup Rund Helgoland

Emil Reiseschwein

C. Torstrick

Vielen Dank für die Möglichkeit das neue Fernglas Minox BN 7x50 DC zu testen.
Nach Ihrer kurzen Einweisung war es kein Problem die vielen Funktionen zu erproben.
Auf der Regatta „BHF-BANK-Cup Rund Helgoland“ haben wir erste Eindrücke sammeln und dann auf der Langstrecke Helgoland Edinburgh das Fernglas ausgiebig testen können. Für meine Mitsegler und mich war es kein Problem in kurzer Zeit alle Funktionen zu entdecken.

Auf der Segelyacht „Emil Reiseschwein“ Typ X-442 waren durch Zufall 2 Vergleichsgläser an Bord: Ein nagelneues Steiner Commander XP 7x50 sowie ein älteres Zeiss 7x50, beide oh-ne Kompass. Im Vergleich war die Crew sich einig, dass das Zeiss das hellste Bild liefert, gefolgt vom Steiner und dann Minox. Trotzdem liefert das Minox natürlich ein helles, klares Bild. Der Unterschied ist nur im direkten Vergleich und in der Dämmerung feststellbar. Dabei sollte auch der Preisunterschied der Gläser berücksichtigt werden. Das Minox kostet ohne Elektronik 250 €, Steiner 1000 € und Zeiss hat vor 25 Jahren bereits 1500 DM gekos-tet.

Mich hat schon immer der eingebaute Peilkompass im Bild gestört. Die eingeblendete digitale schalt- und dimmbare Anzeige hat mir daher sehr gut gefallen. Nur bei gleißendem Sonnenschein und spiegelnder See war die Anzeige auch bei größter Helligkeit nicht mehr abzulesen.
Auf der Regatta nach Edinburgh habe ich mir einen Ausschalter für die Anzeige gewünscht, da sie Nachts manchmal störte und beim Griff zum Fernglas unbeabsichtigt eingeschaltet wurde. Das kann aber auch an der Spielerei meiner Mitsegler gelegen haben, die immer wieder verschiedene Funktionen ausprobiert haben, so dass die Ausschaltzeit sehr lang war.

Wie auf dem Foto zu sehen, haben wir das Fernglas im Cockpit hängend, griffbereit aufbewahrt. Dabei machte sich der fehlende Deckel für die Okulare bemerkbar. Durch das Spritzwasser waren immer Flecke darauf und Salzwasser lässt sich nicht einfach abwischen.

Eine gute Idee sind die drehbaren Augenmuscheln, nur drehen sie sich zu leicht zurück.
Die Einstellung an den Okularen sollte wie z.B. bei Steiner eine Skala haben. Wird das Fernglas wie in unsrem Fall durch mehrere Personen genutzt, kann jeder sofort seine Einstellung wieder herstellen, ohne lange zu drehen und zu probieren.

Die zusätzlichen Funktionen sind teilweise überflüssig:
Der Peilkompass ist sehr gut nutzbar. Die mechanischen Kompasse sind hier im Nachteil, weil die Lagekorrektur nicht in dem großen Bereich arbeitet und keine Speichermöglichkeit bietet.
Die Stoppuhr kann genutzt werden um z.B. die Kennung von Feuern auszuzählen,
ob mit der Winkelmessung auf See wirklich Höhenmessungen realisiert werden können, sei dahingestellt.
Die Uhr, das Thermometer und das Barometer sowie die Höhenanzeige (hat sich immer wieder verstellt) sind nicht notwendig.

Der Gesamteindruck ist sehr gut. Nur für kleine Frauenhände sind die Bedientasten nicht ohne Umgreifen zu erreichen und das bewirkt ein Wackeln.
Ob die zusätzliche Elektronik den Mehrpreis wert ist, muss jeder selbst entscheiden.

Die Segelyacht „Emil Reiseschwein“ ist auf Regatten europaweit bekannt und hat schon viele Preise gewonnen. In diesem Jahr war die Nordseewoche und wird die Regatta „Rund Gotland“ das Hauptziel unserer Aktivitäten sein. Dazu kommen noch verschiedene kleinere Veranstaltungen.
Wenn also die Möglichkeit des Sponsoring besteht, würden wir gerne Minox - Ferngläser weiter an Bord testen und durch Ihre Werbung wie z.B. Flaggen und Aufkleber dies bekannt machen.

Mit freundlichem Gruß

C. Torstrick