Anwenderberichte

27.10.15

Mit dem MINOX BL 8x56 zur Elchjagd nördlich des Polarkreises

„Wie werden wir auf den Elch waidwerken?“, fragte ich unseren schwedischen Guide und „Help & Hunt“-Partner Andreas. „Wir werden mit dem Hund pirschen.“, lautete die prägnante Antwort. Aus ihr konnte ich gleich zwei Bedeutungen schließen: Zum einen würden wir in der kommenden Jagdwoche einige Kilometer in der rauen, unberührten Natur Nordschwedens zurücklegen und zum anderen sollte meine Ausrüstung aus einem Tagesrucksack ausschließlich gefüllt mit leichtem Inhalt bestehen. Vor allem aber würde ich ein Pirschglas mit geringem Gewicht und ausreichender Vergrößerung benötigen. Eine nahezu unlösbare Aufgabe.

Hierfür bot MINOX jedoch mit dem BL 8x56 eine passende Lösung und ich entschied mich, das Fernglas einem „Elchjagdtest“ zu unterziehen. Dank des Smartphone konnte ich unseren täglichen Kilometerstand abfragen, es waren 30-40. Wer die schwedischen Wälder kennt, wird mir beipflichten, das diese äußerst schwierig zu bepirschen sind, da man geschickt über Stock, Stein und durch Moor balancieren muss. Hier bedeutet jedes Gramm zu viel erheblichen Kraftaufwand. Vor diesem Hintergrund fiel mir zunächst die leichte und vor allem kompakte Bauweise des Fernglases auf. Denn bei einer Vergrößerung von 8x56 hätte ich schon ein gewisses Gewicht erwartet. Das MINOX BL 8x56 bringt jedoch nur knapp 1.000 Gramm auf die Waage – im wahrsten Sinne eine Erleichterung.
Aufgrund des relativ kurzen Sommers in Nordschweden war das Wetter Mitte September zur Elchbrunft bereits sehr herbstlich. Dem anfänglichen Sonnenschein folgte bereits am zweiten Jagdtag Nebel und Regen gepaart mit einem starken Temperaturabfall erschwerten die Lichtverhältnisse. Ein Härtetest für das jagdliche Equipment.

Während der morgendlichen Pirsch riefen wir auf einer Anhöhe oberhalb eines Moorgebietes Elche. Um das weitläufige Areal bestens überschauen zu können, nahm ich das Fernglas hoch und erwartete nun, aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit, beschlagene Gläser die es erst einmal zu säubern galt. Auch hier würde ich wieder überrascht: Durch die Argon-Gasfüllung wurde das Beschlagen komplett verhindert und der sofortige Einsatz des Glases garantiert. Da es bis zu fünf Meter wasserdicht ist, brauchte ich mir auch bei Regen keine Sorgen zu machen. Gespannt war ich nun auf die Lichtdurchlässigkeit der Linsen. Aber auch hier punktete das BL 8x56. Gerade die starke Farbwiedergabe bei diesen widrigen Verhältnissen beeindruckte mich ebenso wie das gestochen scharfe Bild bei Tagesanbruch oder auch in der Abenddämmerung.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass mich die leichte Bauweise des BL 8x56 überrascht hat. Bei der Vergrößerung von 8x56 hatte ich mich zunächst auf ein größeres und vor allem schwereres Glas eingestellt. Doch das war überhaupt nicht der Fall. Ganz im Gegenteil: Es ist leicht, kompakt und vor allem sehr führig. Somit ist es neben vielen anderen Ausrüstungsgegenständen, die man zur nordischen Pirsch dabei haben sollte, eine echte Bereicherung. Selbst bei extremen Bedingungen wie Sonne, Regen, Nebel, entsprechenden Temperaturschwankungen und widrigen Lichtverhältnissen hatte ich keine Probleme, Wild auszumachen und konnte mich jederzeit auf die Lichtdurchlässigkeit und das gestochen scharfe Bild des BL 8x56 verlassen. Das gummierte Gehäuse sorgt für eine besondere Griffigkeit, gerade bei feuchtem Wetter. Die Augenmuscheln sind individuell einstellbar, ein wichtiger Aspekt für Brillenträger. Entsprechend lässt sich der Dioptrien Unterschied der Augen bequem individuell einstellen und somit ausgleichen. All diese Aspekte machen das MINOX BL 8x56 zu einem echten Allrounder und Spitzenreiter seiner Klasse.