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Bannervogel im Mai: Mauersegler
Kein Vogel in unseren
Breiten ist derartig an das Leben im Flug angepasst wie der
Mauersegler. Wenn in Fantasy-Filmen das Leben in völlig
anderen Welten dargestellt wird und uns zum Staunen bringt, so
eröffnet uns ein Blick in das Leben des Mauerseglers auch in
Blick in eine völlig fremde Welt. Diese Lebewesen leben sehr
schnell, legen riesige Entfernungen zurück, erstarren bei
Kälte und berühren manchmal jahrelang keinen festen
Boden. Sie leben in einer bodenlosen Welt ohne festen Halt.
Spätestens im Mai beziehen die Mauersegler
in Mitteleuropa ihre Brutreviere wieder. Sie haben dann eine lange
Wanderung vom südlichen Afrika bis zu uns hinter sich. Mit
hellen manchmal schrillen Rufreihen sausen sie durch die
Straßen und über die Städte und erzeugen so
den typischen "Sommersound", der zu Biergärten,
Eiscafés und Freibad passt. Sie bleiben nicht lange, denn
schon Ende Juli, spätestens im August machen sie sich wieder
auf den Weg nach Afrika. Jungvögel kommen meist erst im
zweiten Lebensjahr wieder in ihre Heimat zurück und, wenn sie
dann unter dem Dach ein Nest bauen, haben sie fast 24 Monate keinen
festen Boden berührt und sind pausenlos geflogen!
Segler sind Rekordvögel. Sie sind am längsten in der
Luft, sie sind die schnellsten Flieger und sie sind die einzigen
Vögel, von denen bekannt ist, dass sie in der Luft schlafen!
In Sturzflügen, Verfolgungsjagden oder der Flucht vor Baum-
und Wanderfalken können sie 200 km/h schnell werden. In der
Nacht sind sie natürlich langsamer und haben den
Energieverbrauch gedrosselt. Eine Geschwindigkeit von durchschnittlich
23 km/h wurde dann bei ihnen gemessen.
Vogelbeobachtungseinsteiger
sollten sich die Mauersegler jetzt gut ansehen und sich mit den
Flugweisen und Bewegungsabläufen vertraut machen und so
lernen, sie von den Schwalben, mit denen sie manchmal verwechselt
werden zu unterscheiden. Segler fliegen auf steifen,
sichelförmigen Flügeln, gleiten lange Strecken im
schnellen, oft reißenden, Flug, haben einen kaum gegabelten
Schwanz und sind fast einfarbig rußschwarz. Und dann die
Stimme...
Thomas Griesohn-Pflieger
MINOX Naturgenuss und naturgucker.de - Partner im Web
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Wer malt für MINOX Naturgenuss?Nikolai Kraneis wurde in Bulgarien geboren und wuchs in Ostdeutschland und Bulgarien auf. Jedes Jahr in den Sommerferien besuchte er seine bulgarischen Großeltern. Sein Großvater malte Blumen und Landschaften in Öl, so dass es in ihrer Wohnung nach Terpentin und Leinöl roch - der Duft von frischem Öl-Gemälde.Mit 16 Jahren hatte er die erste Kontakte mit der Ornithologie, die ihn seit dem nicht mehr loslässt. Schon als Kind zeichnet er Tiere und Karikaturen. Später studierte er Veterinärmedizin. Heute arbeitet er in Berlin als vielseitiger Grafiker und Illustrator. |
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