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Bannervogel im Juni: Trauerseeschwalbe
Seeschwalben sind keine
Schwalben, sondern Seeschwalben! Genauso wie Fischadler keine Adler,
sondern Fischadler sind und Flughühner keine Hühner.
Warum führen sie dann den Namen Schwalbe in der
Artbezeichnung? Weil sie ebenso wie die kleinen Flugkünstler
aus der Ordnung der Singvögel unermüdlich fliegen und
über dem Wasser flattern, hin und her und immer auf der Jagd
nach Insekten oder Fischen. Verwandtschaftlich gehören die
Seeschwalben zur riesigen Ordnung der Wat-, Alken- und
Möwenvögel, sind näher mit den
Möwen verwandt und wie diese fast immer am Wasser zu finden.
Die
Seeschwalben unterscheidet man grob in zwei Gruppen: die
weißen Seeschwalben, die wir mehr an den Küsten
finden wie Küsten-, Fluss-, Brandseeschwalbe zum Beispiel und
die Sumpfseeschwalben, die eben nicht fast ganz weiß sind und
bei uns nur selten am Meer nach Nahrung suchen. Die Traueseeschwalbe
zählt zu den Sumpfseeschwalben. Sie wohnt im Sumpf, denn sie
ist an flachen Stillgewässern zu Hause, wo sie auf
schwimmenden Nestern brütet. Andere
Sumpfseeschwalben, die alljährlich und dann meistens jetzt,
nämlich Ende Mai/ Juni in Mitteleuropa auftauchen, sind die
Weißflügel- und die Weißbartseeschwalbe.
Vor allem mit der Weißflügelseeschwalben kann man
die Trauerseeschwalbe auf den ersten Blick verwechseln. Und wenn die
Seeschwalben erst mal gemausert und das Brutkleid abgelegt haben, wird
es schwierig. Sumpfseeschwalben im Schlichtkleid und im Jugendkleid
sind eine Herausforderung auch für geübte
Vogelgucker. Aber jetzt im Juni haben wir das Problem nicht und
können uns an den eleganten Vögel, die im Nordosten
noch etwas häufiger sind und im Süden als
Brutvögel fehlen,ergötzen, wenn sie im eleganten,
schwerelos wirkenden Flug über die Wasser gaukeln und die
Männchen den Weibchen etwas Nistmaterial präsentieren
oder ein kleines Fischchen.
Thomas Griesohn-Pflieger
MINOX Naturgenuss und naturgucker.de - Partner im Web
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Wer malt für MINOX Naturgenuss?Nikolai Kraneis wurde in Bulgarien geboren und wuchs in Ostdeutschland und Bulgarien auf. Jedes Jahr in den Sommerferien besuchte er seine bulgarischen Großeltern. Sein Großvater malte Blumen und Landschaften in Öl, so dass es in ihrer Wohnung nach Terpentin und Leinöl roch - der Duft von frischem Öl-Gemälde.Mit 16 Jahren hatte er die erste Kontakte mit der Ornithologie, die ihn seit dem nicht mehr loslässt. Schon als Kind zeichnet er Tiere und Karikaturen. Später studierte er Veterinärmedizin. Heute arbeitet er in Berlin als vielseitiger Grafiker und Illustrator. |
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